Beeinträchtigte Lebensräume an der Unteren Wümme

Süßwasserwatten

In der Auenlandschaft entlang der Unteren Wümme sind an vielen Stellen große Schlickflächen zu sehen, die bei Tidehochwasser mit Wasser gefüllt sind, jedoch bei Tideniedrigwasser trocken fallen - sogenannte Süßwasserwatten. Die Untere Wümme hat sich durch die Weservertiefungen- und begradigungen zu einem stark tidebeeinflussten Fluss entwickelt. Die starke Tide führt zu Uferabbrüchen und der Bildung von Süßwasserwatten. Zwei Mal am Tag zieht der Ebbstrom das Wasser aus den Wattflächen heraus. Dadurch stehen sie nicht als Lebensraum für auentypische Tier- und Pflanzenarten zur Verfügung. Für Fische und andere aquatische Organismen, die auf Wasserpflanzen angewiesen sind, finden sich daher weder geeignete Nahrungs- noch Fortpflanzungshabitate. 

Entwässertes Nassröhricht

Feuchte Röhrichtlandschaften in den Flussauen sind ein typisches Landschaftselement natürlicher Auen. Sie können aus diversen Röhrichtarten bestehen, wie zum Beispiel das bekannte Schilfröhricht. Früher wurden die Röhrichtflächen entlang der Unteren Wümme bewirtschaftet und Entwässerungsgräben angelegt. Die Untere Wümme hat sich durch die Weservertiefungen- und begradigungen zu einem stark tidebeeinflussten Fluss entwickelt was heutzutage dazu führt, dass diese Gräben zwei Mal am Tag leerlaufen und so die Flächen entwässert. Amphibien findet man in diesem Bereich fast gar nicht, denn Ihnen fehlen geeignete Laichgewässer. Auch das Habitat der Vögel ist durch die Tide beeinträchtigt. Typische Röhrichtarten wie die Rohrdommel sind an der Unteren Wümme nicht mehr vorzufinden, da es keine geeigneten Nistplätze mehr gibt.

Auenlandschaft Untere Wümme

Die geplanten Maßnahmen der NWN gGmbH sind Teil des Projektes "Blaues Band Auenlandschaft Untere Wümme". Das Projekt wird gefördert durch das BfN mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie der Länder Bremen und Niedersachsen. Auch die Stiftung NordWest Natur, der WWF Deutschland und der BUND Bremen beteiligen sich.

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