Unsere Maßnahmen

Wiederherstellung von Nassröhricht

Auf Grund der vorhandenen Grabenstrukturen wird das Nassröhricht zwei Mal am Tag durch die Tide entwässert. Dadurch ist die natürliche Funktion des Nassröhrichts eingeschränkt und der Lebensraum typischer Arten der Auen wird beeinträchtigt. Das Projekt "Blaues Band Auenlandschaft Untere Wümme" sieht vor, in verschiedenen Planbereichen entlang der Unteren Wümme an geeigneten Stellen Grabenverschlüsse zu bauen und so zu verhindern, dass das Wasser bei Tideniedrigwasser wieder aus der Fläche rausläuft. Die Grabenverschlüsse werden aus natürlichen Materialien gebaut, die direkt aus dem Plangebiet selbst entnommen werden. Man kann sich die Grabenverschlüsse wie ca. 10 m lange Erdstöpsel vorstellen. Die Verschlüsse werden ca. 10 m landeinwärts von der Wümme selbst eingebaut, um so einer Erosion durch den Tidehub vorzubeugen. Als Einbaumaterial soll Erde im Nahbereich der Einbaustelle entnommen werden. Dadurch sollen Kleingewässer entstehen, die von Amphibien als Laichgewässer genutzt werden könnten. 

Neue Auengewässer schaffen

Im Projektgebiet sollen in verschiedenen Planbereichen neue Auengewässer entstehen. Diese Auengewässer werden durch eine Überlaufschwelle mit der Unteren Wümme hydraulisch verbunden sein. Die Überlaufschwelle wird so gebaut werden, dass ein Wasseraustausch zwischen der Unteren Wümme und den neu entstandenen Gewässern mind. 1 Stunde vor und nach dem mittleren Hochwasser stattfindet. Dies soll dafür sorgen, dass eine Strömungsberuhigung erzeugt wird und der Tidenhub in diesen Auengewässern gedämpft ist. Um die Auengewässer attraktiv für Fische und Makrozoobenthos zu gestalten, werden Tiefwasserzonen angelegt und Totholz eingebracht. Ziel ist es, die Strukturvielfalt im Lebensraum zu erhöhen und Rückzugsorte und potentielle Laichplätze entstehen zu lassen. 

Süßwasserwatt wird zu Auengewässer

Vorhandene und ökologisch artenarme Süßwasserwatten sollen an geeigneten Stellen entlang der Unteren Wümme zu Auengewässern mit dauerhafter Wasserhaltung umgebaut werden. Durch Einbau einer Überlaufschwelle soll das Leerlaufen der Fläche im Zuge des Ebbstroms verhindert werden zugleich aber eine reduzierte hydraulische Wasserverbindung zwischen der Unteren Wümme und den neu geschaffenen Auengewässern beibehalten werden, bei der das Wasser für mind. 1 Stunde in das Gewässer rein- bzw. rausfließt. Dadurch soll ein neuer attraktiver Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten entstehen. Vorgesehen ist ein Gewässer mit Flach- und Tiefwasserzonen, welches für Fische und andere aquatische Lebewesen einen Lebensraum zum Laichen bietet. Auch hier soll Totholz eingebracht werden, um die Strukturvielfalt zu erhöhen.

 

 

Auenlandschaft Untere Wümme

Die geplanten Maßnahmen der NWN gGmbH sind Teil des Projektes "Blaues Band Auenlandschaft Untere Wümme". Das Projekt wird finanziell maßgeblich gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland sowie den Ländern Bremen und Niedersachsen. Auch die Stiftung NordWest Natur, der WWF Deutschland und der BUND Bremen beteiligen sich.

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