
Die winterlich überschwemmten Borgfelder Wümmewiesen gehören zu den wichtigsten Rastgebieten der Pfeifente in Bremen. Im Zeitraum 1992 bis 2004 lag der Anteil dort rastender Pfeifenten am Gesamtbestand in Bremen bei über 20 % (EIKHORST, 2006).
"Die Pfeifente geht besonders nachts auf die Nahrungssuche, und dazu hat sie wie Katzen in ihren Augen eine lichtverstärkende Reflektorschicht. Von den zahlreichen Entenarten in Deutschland hebt sie sich in ihren Lauten und in ihrem Erscheinungsbild ab: Die Männchen stoßen laute Pfiffe aus, was der Pfeifente ihren Namen gab. Und die gelbliche Stirnblässe an ihrem rotbraunen Kopf macht sie unverwechselbar.
In Bremen ist die Pfeifente nur Rastvogel. Ihre Brutgebiete liegen im hohen Norden Skandinaviens und Sibiriens, wo sie an flachen Seen ihren Nachwuchs aufzieht. Wie die in Bremen rastenden nordischen Schwäne und Gänse fliegt sie im Herbst nach Mitteleuropa. Viele Pfeifenden verbringen den Winter an der Nordseeküste, doch zahlreiche Tiere zieht es auch ins Binnenland, wo überschwemmtes Grünland "Gast- und Raststätten" für sie bieten. Hier finden sie Gras im Überfluss.
In den letzten Jahren hat die Pfeifente in Bremen stark zugenommen und ist in manchen Gebieten schon die häufigste rastende Entenart, noch vor der Stockente. Die Pfeifente benötigt größere Gewässer als Schlafplatz sowie Grünland als Futterflächen. Da in Bremen diese Kombination oft in enger Verzahnung auftritt, ist sie hier besonders häufig. Die wichtigsten Rastflächen liegen in den Borgfelder Wümmewiesen und in der Ochtumniederung, aber auch an Seen und Flüssen wie am Kuhgrabensee und an den Seitengewässern der Mittelweser." (FREIE HANSESTADT BREMEN, DER SENATOR FÜR UMWELT, BAU, VERKEHR UND EUROPA, Bremen 2009: NATURA 2000 in Bremen).
Sie erhalten die Broschüre NATURA 2000 in Bremen beim Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa
Fotograf: Stefan Pfützke
