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Aktuelles

Foto: H. Schütze

Ein Sommertag auf der Wümme

Unser Boot liegt am Ufer des Wümme-Nordarms beim Hexenberg. Wir besteigen den Kahn und sind nach wenigen Minuten umgeben von Weidenbäu-
men – wild, fast urwaldähnlich ragen sie über unsere Köpfe. Ein solches Flussbiotop ist sehr selten und steht deshalb unter europäischem Schutz.

In dieser Wildnis fühlt sich der Fischotter wohl. Er ist in der Dämmerung und nachts aktiv, Bootsfahrten sind zu dieser Zeit nicht gestattet. Dort, wo das Baumdickicht lichter wird und Sonnenstrahlen auf das Wasser fallen, erfreuen uns Gebänderte Prachtlibellen.
Am Hexenberg war der Wasserlauf durch Deiche begrenzt, in Richtung
Borgfeld breitet sich das Wasser ungehindert in die Flussaue aus.
Die Deiche wurden seit Ende der 80er Jahre abschnittsweise zurück
verlegt, der Auftakt für zahlreiche Renaturierungen entlang der
150 km langen Wümme.
Wer in der Abenddämmerung an der Wümme unterwegs ist, vernimmt die charakteristischen Rufe des Wachtelkönig-Männchens, bisweilen begleitet von
einem eindrucksvollen Seefroschkonzert. Großstadtlärm und Hektik sind weit weg.